Beinahe-Tod durch E-Zigaretten?

In letzter Zeit kursieren mal wieder zahlreiche Nachrichten durch die Medienlandschaft, die verkünden, dass in USA mehrere Leute wegen der Nutzung von E-Zigaretten erkrankt sind.
Was ist dran an diesen Meldungen?
Zunächst einmal ist es auffällig, dass diese Erkrankungen örtlich konzentriert auftreten. Nicht aus ganz USA wird über derlei Erkrankungen berichtet, sondern Utah, Minnesota und Indiana sind betroffen.
Weiter finde ich bemerkenswert, dass diese Erkrankungen erst jetzt auftauchen, obwohl es die E-Zigarette deutlich länger am Markt gibt, als ein paar Monate und sie immer strenger kontrolliert wird.
Schaut man genauer hin, erklärt sich dieses Phänomen mit wenigen und meinen eigenen Worten, ohne eine wissenschaftliche Abhandlung zu verfassen:
Die Betroffenen haben, ohne die notwendigen Kenntnisse zu besitzen, versucht Cannabis dampfbar zu machen und irgendeinen Coctail zusammengepanscht, den sie sich mit der E-Zigarette  eingepfiffen haben. Die Berichterstattung in USA informiert im Gegensatz zu den deutschen Medien ein wenig differenzierter und gibt die Erkenntnis, dass es sich um eine Fehlbenutzung der E-Zigarette handelt, weiter.
Fest steht: bis heute ist nicht ein einiziger Fall bekannt, dass jemand durch den wohlgemerkt richtigen! Umgang mit der E-Zigarette um’s Leben gekommen ist.
Hierzulande nutzt man aber dieses Schreckenszenario, um mal wieder der E-Zigarette einen schwarzen Peter zuzuschieben.
Das ist, als würde man der Spritze die Schuld daran geben wenn sich jemand Heroin spritzt. Oder der Flasche, weil jemand Alkoholiker ist. Oder dem Gläschen, weil jemand eine Überdosis Schlaftabletten nimmt. Oder dem Hammer, wenn ich mir auf den Daumen haue.
Letztendllich kann man alles zweckentfremden; man darf sich dann nur nicht wundern, wenn’s schief geht.
Leider hat sich hier immer noch nicht bei allen Journalisten herumgesprochen, dass die E-Zigarette eine riesige Chance für Rauchen ist, vom Glimmstengel weg zu kommen. Die Jagd nach sensationellen Überschriften ist manchen immer noch wichtiger, als objektive Berichterstattung, die allerdings auch ein paar Recherchen voraussetzt.