Dampfen allgemein

Rechtliches – was ist erlaubt, was nicht?

Rechtliches

Rein rechtlich sind Dampfen und Rauchen unterschiedliche Vorgänge und somit in der Gesetzgebung zu trennen.
Theoretisch können wir überall dampfen, praktisch hat aber der Hausherr bzw. Besitzer eines Gebäudes oder sogar öffentlichen Platzes das Recht, das Dampfen elektronischer Zigaretten zu verbieten.
Die Bundesbahn beispielsweise erlaubt das Dampfen nur in den dafür vorgesehenen Raucherzonen. Meist sind das auf dem Boden gelb markierte Bereiche. Da die allermeisten Bahnhöfe ja absolut windstill sind, macht diese Bestimmung Sinn. Denn der Dampf, respektive Zigarettenqualm, wird nirgendwo anders hingetragen. Der Wind hält sich penibel an die von der Bahn aufgestellten Bestimmungen und weht auf Bahnsteigen einfach mal nicht. Kennen wir alle…
In Bars, Kneipen und Restaurants ist es dem Betreiber überlassen, ob er das Dampfen in seinem Etablissement erlaubt oder nicht. Inzwischen gibt es eine wachsende Zahl von Dampferkneipen, in denen nach Herzenslust gedampft werden darf. In dieser Google-Karte hier sind einige davon aufgeführt.
In den allermeisten Restaurationen bleibt das allerdings nicht gern gesehen. Aber mal von der Gesetzgebung abgesehen: Wir kämen ja wohl von ganz allein auf die Idee, dass es unangebracht wäre, in einem Restaurant mit 20 Leuten alles so zuzunebeln, dass die Bedienung die Tische nicht mehr findet. Allein der Anstand gebietet es, die Dampfe für diese Zeit wegzulegen.

Brüssel

Ich kann es mir nicht verkneifen…
Dass aus Brüssel des Öfteren irgendwelcher Blödsinn kommt, sind wir ja gewohnt. Die Bestimmung allerdings, dass man Nikotinhaltige Liquids nur noch in Gebinden zu maximal 10 ml verkaufen darf, toppt allerdings alles, was dort in letzter Zeit verzapft wurde und zeigt wieder einmal deutlich, dass die Herrschaften dort über Dinge entscheiden, von denen sie selber nicht den leisesten Dunst haben.
Viele Dampfer, die ihre Liquids selber mischen, mischen nicht nur mal 10 oder 20 ml ihres Liquids an, sondern viel eher mal 100 oder sogar 1000 ml. Da die Basis in diesen Mengen allerdings nikotinfrei sein muss, schafft man sich sogenannte Shots an. Das sind nikotinhaltige Basen ohne jeglichen Geschmack, mit denen man die Nikotinstärke seines Liquids einstellen kann.
In den meisten sind 10 oder 20 mg Nikotin enthalten. Sie gibt es folgerichtig nur in maximal 10 ml-Fläschchen.
Nehmen wir an, ich möchte einen Liter Basis mit 6mg Nikotin mischen, so bräuchte ich dafür 30 solch kleiner Shots. Da wir alle dazu aufgerufen sind, den Platikmüll zu reduzieren, eine in Brüssel übrigens intensiv verfolgte Umweltpolitik, sind diese kleinen Fläschchen wirklich als hirnlos zu bezeichnen. Ich kaufe darum ja nicht weniger Nikotin; ich verursache nur ein Vielfaches an Müll.

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