Selbstwickler – muss das sein?

Selbstwickler

Selber wickeln, muss ich das?

Nein, natürlich wird niemand gezwungen, einen Selbstwickler zu kaufen. Die derzeitigen Geräte mit fertigen Coils sind sehr leistungsstark geworden und auch in Sachen Geschmack haben sie in den letzten Jahren einen großen Sprung nach oben gemacht.
Aber man kann eine ganze Stange Geld sparen, wenn man seine Wicklungen selber herstellt. Ausserdem kann man auf diese Weise nicht unerheblichen Einfluss auf den Geschmack und die Dampfentwicklung nehmen.
Es ist auch nicht sonderlich kompliziert, wenn man ein bisschen geschickt ist. Klar, der eine Verdampfer lässt sich prima wickeln und ist für einen Anfänger hervorragend geeignet, der andere wiederum kann eine Zicke sein und benötigt ein wenig mehr Einarbeitung in die Materie.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass es jeder kann, wenn er will.

Zunächst wird der Draht zu einer Art kleine Spule gewickelt. Dazu gibt es verschiedene kleine Helferlein. Ich habe mit einem 3 mm-Bohrer angefangen, um den ich den Draht dann sechs bis achtmal herum gewickelt habe. Dann spannt man das Ganze ich den Verdampfer ein, glüht die Spule aus und zieht anschließend die Watte hindurch. Das ist nichts geheimnisvolles und wenn man sich an ein paar Punkten orientiert, kann eigentlich nichts schief gehen.

 

 

Dieses Video führt Dich sehr informativ in die Welt der Wickelei ein.

Selber wickeln - eine kleine Einführung

Ich verwende sehr gerne diesen hier: Fused Clapton SS316L A1 28GA*2/30GA
Und als Watte verwende ich die ganz stinknormale Muji-Watte. Ich behaupte mal, dass der Unterschied zu der viel teureren Spezial-Dampfer-Super-Hyper-Mega-Watte nicht zu schmecken ist. Letztendlich ist es nur wichtig, dass man unbehandelte und ungebleichte Watte verwendet.
In vielen Watten aus der Drogerie sind irgendwelche Stoffe enthalten, die sie wirklich eklig schmecken lassen. Ich habe daher keine weiteren Versuche damit durchgeführt. Die Muji-Watte kommt in Pads, 60X50 cm groß, die man hervorragend in passende Streifen schneiden kann. Ober- und Unterhalb gibt’s da eine leicht verpresste Schicht, die sich aber problemso ablösen lässt. Ob das wirklich notwendig ist, kann ich gar nicht sagen. Ich bilde mir aber ein, dass das Saugverhalten der Watte dadurch ein kleines bisschen besser ist.
Ich friemel dann ein Ende der Watte zusammen, sodass ich sie durch die Wicklung ziehen kann. Dieses Ende schneide ich natürlich danach ab. Wieviel Watte nehme ich? Hmm, das sind so Erfahrungswerte… Gut ist, wenn sie sich mit leichtem Widerstand durch die Windungen ziehen lässt, ohne dass sich die Wicklung dabei mitbewegt. Anschließend dünne ich die Enden ein wenig aus und lege sie auf meine Mesh-Röllchen, die in meinen Verdampfern als Dochte dienen und das Liquid aus dem Tank an die Watte befördern. Die ausgedünnten Enden lege ich nur auf und stopfe sie nicht richtig fest. Dadurch würde der Liquidfluss unterbrochen und irgendwann abreißen.

Meshdochte

Auf dem Bild links kann man sehr schön die Meshröllchen erkennen, die ich als Dochte nutze.
Mesh ist ein gaaanz feines Drahtgeflecht, dass es mit unterschiedlichen Maschengrößen gibt.

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