Umsteigen – kommen die Symptome wirklich vom Dampfen?

Husten

Viele Umsteiger berichten, dass sie, nachdem sie aufgehört haben zu rauchen und stattdessen dampfen, stärker husten, als mit der herkömmlichen Zigarette.
Dazu ist folgendes zu sagen: Nach dem heutigen Kenntnisstand entstehen beim Dampfen keinerlei Stoffe, die diesen Husten hervorrufen könnten.
Auch lässt sich bis heute nicht bestätigen, dass dampfen irgendeine schädliche Wirkung auf den erwachsenen Körper hat. Selbst WHO und DKFZ argumentieren eher im Konjunktiv (könnte, vielleicht, unter gewissen Umständen, etc.), als wirklich belastbare Nachweise zu erbringen.
Der Husten nach dem Umstieg hat also vielmehr damit zu tun, dass man nicht mehr raucht, als damit, dass man dampft.
In Zigaretten sind Stoffe enthalten, die beim Inhalieren den Hustenreiz unterdrücken. Die Lunge wird ruhig gestellt und die Flimmerhärchen in den oberen Luftwegen werden betäubt.
Die Atemwege sind mit einem Sekret überzogen, in dem sich die feinen Partikel sammeln, die wir beim Einatmen aufnehmen. Die Flimmerhärchen transportieren diesen Schleim nach oben, sodass wir ihn abhusten können. So erklärt sich im Übrigen auch der starke Raucherhusten früh morgens. Da wir beim Schlafen eher selten rauchen, erholen sich die Härchen und verrichten ihren Dienst. Wachen wir dann auf, husten wir das ab, was sie über die Zeit nach draußen transportiert haben. Nach den ersten Zigaretten ist dann wieder Ruhe.
Diese betäubenden Stoffe haben wir beim Dampfen nicht. Und es dauert eine ganze Weile, mitunter mehrere Wochen, bis wir den ganzen Rotz vom Rauchen ausgehustet haben.
Mit diesem Wissen fällt es vielleicht leichter, durchzuhalten.   😉

 

Trockene Schleimhäute

Da die Hauptbestandteile in unserem Liquid, PG und VG, hydroskopisch sind, entziehen sie den Schleimhäuten in Mund, Rachen, Hals und Nase Feuchtigkeit. Daher stellt sich das Gefühl von Trockenheit dort ein. Manche Dampfer wählen ein Liquid mit einem kleinen Anteil destilliertem Wasser, meist um die 10%. Das hilft sehr oft. Des Weiteren kann man einfach einen Schluck mehr und öfter trinken, damit ist dann schon Abhilfe geschaffen.
Durch diesen Umstand erklärt sich auch das nächste Symptom:

 

Nasenbluten

Manchmal wird auch von Nasenbluten berichtet, was gerade in der Anfangszeit des Umstiegs beklagt wird.
Wie an dieser Stelle im Blog dargestellt, entzieht das  Propylenglycol in unseren Liquids dem Körper Flüssigkeit. Das kann, gerade auch bei tiefen Temperaturen dazu führen, dass im Gewebe kleine Risse entstehen, die zu Blutungen führen. Auch das Zahnfleisch ist manchmal davon betroffen. Da die Schleimhäute des Menschen stets sehr gut durchblutet sind, tauchen dort als erstes Blutungen auf.
Ein wenig mehr trinken und vielleicht grad zu Anfang nicht zu oft an der E-Zigarette ziehen sollte die Symptome eindämmen.

 

Kopfschmerzen

Einige berichten von Kopfschmerzen nach oder während des Dampfens. Sehr oft ist ein zu hoher Nikotingehalt im Liquid Schuld daran.
Das Schöne an einer E-Zigarette ist ja, dass man das selber für sich passend einstellen kann.
Mitunter dauert es aber eine Weile, bis man für sich selber herausgefunden hat, welche Dampfe, welches Zugverhalten und wieviel Nikotin man gerne hat. Eine Formel, mit der man den Nikotingehalt seines Zigarettenkonsums auf die E-Zigarette umrechnen kann, gibt es leider nicht. Schon allein die Bauart einer E-Zigarette verhindert das.
Dampft man mit einer Micro, so wie ich damals die E-Roll von Joyetech, können 18mg eine annehmbare Konzentration sein. Diese Menge geht aber in einem Tröpfler beispielsweise überhaupt nicht. Es wäre Viel zu stark.
Dampft man mit relativ geringer Leistung, kann man eine höheren Nikotinkonzentration wählen. Powert man allerdings mit hoher Leistung oder im Subohmbereich, sollte man die Menge des Nikotin reduzieren.
Ihr seht also, Dampfen ist eine sehr individuelle Sache und man hat alle Möglichkeiten, sie für sich so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Gewichtszunahme

Rauchen kurbelt den Stoffwechsel an und hemmt den Appetit. Fangen wir an zu dampfen, müssen wir uns darauf einstellen, dass diese Aspekte des Rauchens entfallen und wir ein wenig an Gewicht zulegen. Des Weiteren kommt der Geschmackssinn wieder zurück und die (meisten) Speisen schmecken besser. Ein weiterer Faktor, der die Gewichtszunahme beeinflusst.

 

Das sind die Dingen, von denen ich immer wieder höre und lese. Einige berichten von Kreislaufstörungen, Schwindelgefühlen, zittern und so weiter. Dabei handelt es sich allerdings zu fast 100% um Wirkungen des Nichtrauchens. Die würden genauso auftreten, wenn sie nicht dampfen würden.